Geldwäschegesetz

Geldwäschegesetz


Durch gesetzliche Grundlagen sind Immobiliendienstleister dazu verpflichtet, die Identität ihrer Kunden festzustellen und zu überprüfen

Oftmals wundern sich viele Kunden, wenn der Makler nach einem Personalausweis fragt. Jedoch verpflichtet das Geldwäschegesetz alle Immobiliendienstleister dazu, die Identität der Kunden festzustellen und zu überprüfen. Immobilienmakler müssen dieser Verpflichtung vor Abschluss des Maklervertrages nachkommen.  Durch die Vorschriften des Geldwäschegesetzes soll sichergestellt werden, dass keine Gewinne aus Straftaten in den Umlauf gebracht werden. Die Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtung zur Identifizierung und Überprüfung müssen Makler im Zweifelsfall auch gegenüber den Aufsichtsbehörden nachweisen.

In der Praxis müssen Immobiliendienstleister daher die Daten des Personalausweises (Name, Geburtsort, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Anschrift, Ausweisnummer und ausstellende Behörde erfassen). Die Erfassung der Daten kann auch durch das kopieren des Ausweises erfolgen. Zusätzlich muss stets überprüft werden, ob der Kunde im eigenen wirtschaftlichen Interesse oder im wirtschaftlichen Interesse eines dritten handelt. Bei Unternehmen als Besitzer der Immobilie muss die Identifikation mittels Handelsregisterauszug und Einsichtnahme in das Handelsregister erfolgen.  Neben den Angaben wie Firmenbezeichnung, Rechtsform, Registernummer, Registergericht, Anschrift, Firmensitz und den Angaben über die gesetzlichen Vertretern müssen auch Informationen über den Geschäftszweck des Unternehmens erfasst werden.

Aufbewahrungspflicht

Die im Rahmen der Überprüfung gesammelten Daten müssen durch den Makler gemäß gesetzlichen Vorschriften mindestens für einen Zeitraum von fünf Jahren aufbewahrt werden. Die Einhaltung dieser Vorschrift kann durch die Aufsichtsführenden Behörden unangekündigt überprüft werden. Bei Zuwiderhandlung gegen diese Vorschriften können Ordnungsstrafen in Höhe von bis zu 100.000 Euro verhängt werden.

Identifikation bei Abschluss eines Maklervertrages

Der IVD empfielt Maklern und Eigentümer stets einen schriftlichen Maklervertrag abzuschließen. Die Überprüfung und Datenaufnahme im Sinne des Geldwäschegesetzes kann dementsprechend in den Maklervertrag integriert werden. Zusätzlich bietet ein schriftlicher Maklervertrag für beide Parteien stets eine sichere Vertrags- und Arbeitsgrundlage.